Aufteilung des Ehevermögens

Wird die Ehe geschieden, so sind das eheliche Vermögen und die ehelichen Ersparnisse unter die Ehegatten aufzuteilen. Bei der Aufteilung sind die Schulden, die mit dem Ehevermögen in einem Zusammenhang stehen, mit zuberücksichtigen und ebenfalls aufzuteilen.

 

Um Ihre Ansprüche zu berechnen, erheben wir mit Ihnen gemeinsam die Vermögenswerte. Besteht Uneinigkeit über den Wert des Vermögens, beispielweise einer Liegenschaft, kann ein Gutachter hinzugezogen werden.

Wir bieten Ihnen im Scheidungsrecht eine kostenlose Erstberatung von bis zu 30 Minuten nach vorhergender Terminvereinbarung an. 

Dieses Gespräch dient zur ersten Informationsaufnahme und dafür, abzuklären, ob und welche rechtlichen Möglichkeiten für Sie bestehen, Ihr Anliegen durchzusetzen und ob wir Ihren Fall übernehmen können.

 

DIE AUFTEILUNGSMASSE

 

Im Rahmen der Scheidung ist das gesamte Vermögen, soweit es der Aufteilung unterliegt, zwischen den Ehepartnern aufzuteilen. Dazu zählen die Gebrauchsgegenstände und die Ersparnisse.

Eheliches Gebrauchsvermögen sind alle beweglichen oder unbeweglichen Sachen (Fahrzeuge, Liegenschaften, etc.), die während aufrechter Ehe von beiden Ehegatten angeschafft wurden.

Eheliche Ersparnisse sind Wertanlagen, gleich welcher Art, die die Ehegatten während aufrechter Ehe angespart haben.

 

Die Aufteilung bei der einvernehmlichen Scheidung

Sind sich die Ehegatten über die bevorstehende Trennung einig und ist beabsichtigt, eine einvernehmliche Scheidung nach § 55a Ehegesetz bei Gericht zu beantragen, müssen die Scheidungfolgen, insbesondere die Vermögensaufteilung, dem Gericht schriftlich dargelegt werden. Auf Basis dieser Scheidungsfolgenvereinbarung fasst der Scheidungsrichter den Scheidungsbeschluss.

 

Das streitige Aufteilungsverfahren

Ist eine einvernehmliche Scheidung nicht möglich und endet ein Scheidungsverfahren mit einem Scheidungsurteil, müssen die Ehegatten binnen einer Frist von 1 Jahr ab dem Eintritt der Rechtskraft des Scheidungsurteils einen Aufteilungsantrag bei Gericht einbringen. Es sind alle Vermögensgegenstände anzuführen, über die das Gericht eine Aufteilungsentscheidung, also die Zuweisung zu einem der Ehegatten, treffen soll.

Das Gericht hat alle berücksichtigungswürdigen Umstände, die zum Vermögenserwerb geführt haben zu erforschen und darauf basierend die Aufteilung auszusprechen.

Erhält ein Ehegatte etwa eine Liegenschaft zugesprochen, hat das Gericht gleichzeitig festzulegen, ob und in welcher Höhe der andere Ehegatte eine Ausgleichzahlung bekommt.

Nach Ablauf der Ein-Jahres-Frist ist es jedoch nicht mehr möglich, eine gerichtliche Aufteilung zu beantragen.